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Muschelkalk und Buntsandstein

Buchen liegt auf der Grenze zwischen dem Odenwald (roter Sandstein) und dem Bauland (grauer Kalkstein). Bei uns grenzt der sog. Obere Buntsandstein direkt an den Unteren Muschelkalk.

Die Grenze führt mitten durch Buchen. Die Bundesstraße 27 (B27) teilt die beiden Wuchsgebiete. Im Westen liegt der Odenwald, dort findest Du den sog. Buntsandstein. Auf der östlichen Seite liegt das Bauland, dort besteht der Boden aus Muschelkalk.

Muschelkalk

MuschelkalkwandDer Muschelkalk entstand durch die Anhäufung eingespülter Meerestiere in ein flaches Meeresbecken.

Der Begriff des weißlich-grauen Muschelkalks („Kalk, der Muschelschalen enthält oder aus Muschelschalen aufgebaut ist“) belegt schon im Namen, dass im Muschelkalk viele Fossilien von Muscheln und anderen Tieren und Pflanzen gefunden werden können. Die Eberstadter Tropfsteinhöhle, die 1971 im Buchener Stadtteil Eberstadt entdeckt wurde, ist die einzige Tropfsteinhöhle im Unteren Muschelkalk.

Verwendung: Noch heute werden in den Steinbrüchen in Götzingen und Eberstadt Gesteine des Muschelkalks abgebaut und wirtschaftlich, z. B. im Straßenbau, als Gleisschotter oder zur Herstellung von Zement genutzt.

Böden: Bei der Verwitterung des Kalksteins entstehen teils steinige, teils tiefgründige hellbraune Ackerböden. Diese Kalkverwitterungslehme speichern die Wärme besser als andere Böden, sie sind sehr nährstoffreich, trocknen aber durch den hohen Steinanteil leicht aus.

Buntsandstein

BuntsandsteinwandDer Buntsandstein entstand durch kontinentale Ablagerungen von verschiedenen Materialien vor allem von Sand und Ton.

Der Begriff Buntsandstein geht auf verschiedene Sandsteinschichten mit unterschiedlicher Färbung zurück. Er ist im Wesentlichen rot durch seine hohen Eisen- und Mangananteile.

Verwendung: Die Gesteine des Buntsandsteins wurden aufgrund ihrer leichten Spaltbarkeit häufig als Baumaterial für Bauwerke verwendet. Im Odenwald findet Ihr eine Vielzahl von Kirchen, Burgen und Brücken, die aus dem bunten Sandstein gebaut wurden. U.a. das alte Rathaus in Buchen und das Heidelberger Schloss wurden aus Buntsandstein gebaut. Manche Buntsandsteinschichten enthalten mächtige Tonschichten. Diese Röt-Tonschicht hat in den Bereichen Waldhausen, Hainstadt und Walldürn eine besonders gute Qualität. Der Ton wird durch das Ziegelwerk in Hainstadt abgebaut und zu Tonziegeln verarbeitet.

Böden: Durch die Verwitterung des Ausgangsgesteins entstehen in der Regel rote Böden mit Ton-, Sand- und Lehmanteilen. Es sind eher nährstoffarme Böden, die aber Wasser gut speichern können. Ist der Tonanteil sehr hoch, neigen die Böden zur Vernässung. Dies ist im Bereich Oberneudorf und Einbach der Fall. Auf den dortigen ebenen Flächen ist im Untergrund eine dichte Tonschicht (sog. Rötton), die kein Wasser durchlässt. Im Frühjahr staut sich dort das Wasser extrem.